Zurückgeworfen...

 

Hallo ihr Lieben,

 

 

nach einer wirklich anstrengenden Zeit möchte ich mich nun mal wieder melden und ein bisschen von meinen  Erfahrungen der letzten Wochen und Monate berichten.

 

Nach einem Hoch kommt ja auch immer wieder, so ist es bekannt, ein Tief.

 

Mit diesem Tief war ich ganz schön beschäftigt.

 

Wodurch es ausgelöst wurde, rückblickend betrachtet... Stress, dem Gefühl von Überforderung, Mangel (in dem Fall war es finanziell) und einem Ungleichgewicht in Sachen Liebe.

 

Aber klar... hinschauen wollte ich da erstmal nicht. Es war ja auch gar keine Zeit dafür... wirklich nicht.

Zwischen Ostern und den Geburtstagen der Mädels, der Konfirmation mussten auch noch diverse andere anstehende Vorhaben geplant, organisiert und umgesetzt werden.

Ich hatte das Gefühl mich da gar nicht rausnehmen zu können und wollte es im Endeffekt auch nicht. Schließlich waren das ja für meine Mädels wichtige Tage und alles andere war wichtig für mein Projekt, meinen Traum.

 

Dazu kamen dann ungeplante Kosten und Rechnungen, die ich so einfach mit meinem 15 Stunden Gehalt bei dm gar nicht bedienen konnte, allerdings brauchte ich das Weniger an Stunden, um mich auf mein Projekt zu konzentrieren. Ein Teufelskreis...

 

In Sachen Liebe lief es dann zusätzlich -wie könnte es anders sein?- auch noch wirklich holprig. Egal ob es das Thema Selbstliebe, Elternliebe, Freundschaft oder Liebe zu seinem Gegenüber betraf, ich fühlte mich im UNgleichgewicht...

 

und dann musste ich nicht lange warten und meine Schilddrüse (die sich eigentlich gerade wieder gut stabilisiert hatte) zog auf körperlicher Ebene die Reißleine. Gewichtsverlust, Herzrhythmusstörungen, Kreislaufprobleme und Zittern waren wieder voll da.

Meine Blutwerte waren wieder einmal total mies und ich hatte es ja kommen sehen. Ich war trotzdem erschüttert.

 

Das Gute in all dem war, dass ich diesmal von Anfang an das Bewusstsein hatte, dass es gerade bergab ging und diesmal nicht mehr ewig wartete damit ins Handeln zu kommen. 

 

Ich leitete auf gesundheitlicher Ebene wieder alles in die Wege, damit sich meine Blutwerte wieder stabilisieren und das heißt nicht, dass ich nur Tabletten esse, auch Ernährung spielt hier eine wichtige Rolle.

Ich telefonierte und traf mich mit Menschen die mir gut tun...  

Ich ging mit meinen Stunden bei dm wieder etwas höher und ich versuche parallel einige Dinge um meine finanziellen Löcher zu stopfen.

Mal sehen wie sich das entwickelt, aber mein Grundgefühl ist wirklich positiv.

Ich meldete mich,  gefühlt nach ewigen Zeiten, wieder zu einem Seminar an für meine eigene Weiterentwicklung.

 

Tja und in Sachen Liebe...? Was soll ich sagen? Selbstliebe...ich bin dran und alles andere baut darauf auf.

Wenn ich es hier schaffe in mein Gleichgewicht zu finden, dann hören Selbstzweifel, Schuldgefühle und Ängste auf. Wenn ich in mir selbst sicher bin, dann regelt sich das im Außen, denn alles ist ja mein Spiegel. 

Dann fällt es mir leichter Entscheidungen zu treffen, denn man kann nur sich selbst verändern. Schuldzuweisungen und Schuldgefühle helfen nicht weiter. Allzu oft lähmt uns die Gewohnheit und man hält an alten Strukturen fest aus Angst vor Veränderung.

 

Das Leben ist Veränderung. Wie verrückt der Gedanke diese aufhalten zu wollen. Das Leben lässt sich nicht aufhalten.

 

Alles verändert sich sowieso. Wir können nur entscheiden, ob wir bewusst durch unsere eigenen Entscheidungen unser Leben leben, oder unbewusst von Entscheidungen anderer getroffen werden, die nicht unsere sind und mit denen wir dann oft schmerzhaft klarkommen müssen.

 

Ein sehr toller Spruch, den ich heute in der Praxis meiner Kinderärztin gelesen habe bringt das ganze auf den Punkt:

 

"Hör auf, zu versuchen, auf einem toten Pferd weiter zu reiten! Steig ab!"

 

ALSO..., lasst uns wieder bergauf gehen, lasst uns mutig sein und in unserem Sinne leben und handeln.

 

 

Liebe Grüße

 

eure Antje