Das Puzzle

An manchen guten Tagen

da muss ich mich nicht fragen...

Ganz klar- so läuft das Leben

kein Teilchen scheint zu fehlen.

 

Doch dann am nächsten Morgen

mach ich mir plötzlich Sorgen...

Das Puzzle schien perfekt

und jetzt sind Teile weg

 

und wieder fang ich an

setz mutlos mich da dran.

Wars gestern noch ganz klar...

jetzt ist`s nicht mehr- es WAR.

 

Passiert ist nur das LEBEN...

nach PLAN-da passt es eben-

doch kommt mal Wind von vorn

da fliegen Teilchen schon...

 

Oh wehe dieser Graus

mit GLAUBEN ist es AUS

SO kann das doch nicht passen

und eben muss ich lachen.

 

Warum? ...naja die Sache ist

das -LEBEN- immer passend ist

ich kriege was es braucht

mit Abstand SEH ichs auch.

 

ENT-wicklung findet statt

auch wenn ichs mal hab satt...

das Bild -es findet sich-

mit Abstand seh ichs ... MICH!

 

 

Antje Töpfer

 

Tierisch Liebe

Wer ein mal dieses Glück besaß

wie ich- die diese Seele traf

der wird verstehen was es heißt

so ein Gefühl es macht mich reich

 

und dankbar für die schönen Stunden

jeder so frei- und doch verbunden

Seite an Seite- ohne ein Ton

denn keiner ist nötig- wo gibt es das schon?

 

In dieser Welt ist alles wahr

ein Schweigen voller Liebe- ja

kein einz`ges Wort ist nötig hier

die Lieb so tief zu diesem Tier

 

es könnte nie was reiner sein

als ihrer Liebe wahres Sein

ich nehme es so dankbar an

geb es zurück so gut ich kann

 

doch wie begrenzt ist mein Ermessen

des Tieres Lieb zu mir stattdessen

bedingungslos in ihrem Tun

mit GLÜCK lernt MENSCH ihr`s gleich zu tun. 

 

Antje Töpfer

Ohne  Worte

So oft hab ich es schon erlebt

der Schmerz des Schweigens der mich quält

was ich gewünscht, erhofft, ersehnt

blieb aus, zerrann, ward abgelehnt

 

vom andern- klar, er war ja schuld

in mir wuchs Frust und Ungeduld

ich konnt nichts tun, nichts sagen, schreiben

schon gar nicht die Gefühle zeigen

 

die in mir kochten, schwelten, lachten

mein Ego stets zum platzen brachten

und war die Wut dann einmal raus

war`s meist auch mit dem andern aus

 

zurück blieb- was tatsächlich war

ein hilflos- zweifelnd Augenpaar

was stetig etwas mehr verstand

das niemals es im andern fand

 

die Liebe und die Fülle eben

die nur wir selbst uns können geben

es klingt so leicht- doch ist es schwer

langsam versteh ich`s mehr und mehr

 

und leichter wird`s von Mal zu Mal

schneller vergeht des Schmerzes Qual

nicht Wochen, Tage hält`s mehr an

nur Stunden sind`s noch dann und wann

 

Des andern Schweigen anzunehmen

als was es ist- SEIN Schweigen eben

macht mich so dankbar für die Chance

MICH anzunehmen VOLL und GANZ 

 

Antje Töpfer

Mein Spiegel

Damals hab ich`s nicht verstanden

anfangs verliebt- bin ich schnell gegangen

alle Signale in mir standen ständig auf Flucht

viel zu groß die Angst vor der Endstation Sucht

 

Egal war`s mir nicht- nur konnt ich`s nicht zeigen

die Jahre vergingen- wir konnten nicht bleiben

Entwicklung fand statt- und der Lehrer die Zeit

zwei kleine Seelen waren noch nicht bereit

 

zu verstehn, zu erkennen das innere Kind

das die Ängste und Zweifel die gleichen doch sind

verblasste Gefühle und Hilfe im Traum

eine Wärme, ein Sehnen verschafften sich Raum

 

Vielleicht nennst du`s Zufall

denn erwartet wars nicht

meine Hand hält die deine 

und mein Blick streichelt dich

 

und ein Schauer durchläuft mich

denn nun ist`s ganz klar

was vor Jahren so dunkel

im Nebel noch war

 

Deine Ängste und Zweifel

deinen Druck konnt ich sehn 

doch jetzt lauf ich nicht weiter

heut und hier bleib ich stehn

 

denn ich sehe dein Sehnen

und darin seh ich MICH

in all deinen Ängsten

und all deinem Licht

 

bist du mir mein Spiegel

und der deine ich bin

damals sah ich Enge

heut WEITE darin...

 

Antje Töpfer

 

 

 

Verstecktes  Glück

Zwischen Extremen wandel ich

dunkelste Nacht- hellstes Licht

dazwischen ich

zwischen den Stühlen sitze ich

und weiß manchmal nicht... lebe ich?

 

des Alltags Last hält mich fest- wo ich bin

und so wandle ich stätig nur so dahin

anstatt zu leben im Augenblick

fliegen Ängste voraus- Traurigkeit blickt zurück

 

Ich- eigentlich nur ein Schatten von mir

sitzt teilnahmslos im JETZT und HIER

hetzt gestresst von HIER nach DA

des Lebens Sinn ABHANDEN- klar

 

und fragst du dich nun auch worin

besteht des Lebens ganzer Sinn

im Glücklichsein- Zufriedenheit

mehr ist es nicht- doch wir schaun weit

 

auf dies und das- was wir noch brauchen

anstatt mal in uns selbst zu tauchen

zu suchen selbst- in eigner Sache

anstatt auf andre sich verlasse

 

denn in uns selbst steckt Lösung drin

des ganzen Lebens Glück und Sinn

für jeden einzeln- ganz speziell

brennt eine Kerze- anders hell

 

und suchen müssen wir allein

kein andrer blickt in uns hinein

wenn wir`s zuerst nicht selbst mal machen

endlich mal weinen, schreien, lachen

 

uns selbst begegnen auf der Reise

und lohnenswert auf andre Weise

wer`n wir erfahren was es heißt

wir selbst zu sein- und plötzlich reich

 

Des Lebens Glückes letzter Schluss

Liebe zu leben SOLL- nicht muss

sitzt gut versteckt in Herz und Bauch

wer sucht- der findets sicher auch

 

Antje Töpfer

 

 

 

Die Welle

Gewaltig kommt sie angespült

gewaltig- ungehemmt

du siehst sie nicht- doch spürst sie schon

wirst plötzlich weggeschwemmt

 

die Kälte sticht in deinen Kopf

die Nässe kriecht ins Kleid

dein Herz erfriert- so scheint es dir

vor Angst und Einsamkeit

 

sie nimmt dich mit sich- reißt dich fort

von da wo du grad bist

und alles was so stark erschien

ganz plötzlich nicht mehr ist

 

zu oft kam diese Welle schon

untragbar schwer die Last

"doch hoffnugslos" so glaubst du schon

zum kämpfen keine Kraft

 

Doch warum kämpst du an

lässt dich nicht einfach treiben?

begrüßt die Welle unter dir

lässt dir von ihr was zeigen?

 

sie ist dein Freund- auch wenn vielleicht

zuerst es anders scheint

auch wenn sie schupst, es sticht und zieht

sie`s niemals böse meint

 

gib dich ihr hin- vertrau auf sie

hör auf mit ihr zu streiten

vielleicht bekommst du- oh wie schön

ein Brett... kannst auf ihr reiten

 

dann kannst du spürn wie schön es ist

die Welle... klar- DAS LEBEN

und wenn`s dich auch mal runter wirft

so ist es nun mal eben

 

Deswegen ist sie niemals schlecht

und will dich nur was lehren

zu fallen JA- und AUFZUSTEHN

Balance zu finden- LEBEN

 

Antje Töpfer